Teil 2

Vorderes Radlager

Dezember 2012/ Januar 2013

Das vordere Radlager dreht sehr schwer und nach der Demontage steht die Ursache fest: ein Lagerkäfig ist zerfallen, der zweite hat bereits einen Riß. Leider ist auch eine Lagerschale angebrochen. Vermutlich wurde die DKW einige Zeit mit der defekten Radlagerung gefahren.

 

Aufbau des Radlagers

Der technische Aufbau des Radlagers ist realtiv simpel:

  • In der Radnabe sitzt links und rechts je eine Buchse, in der die Radlager laufen.
  • Die Radlager bestehen aus einzelnen Kugeln, die durch einen Ring (Käfig) auf Abstand gehalten werden.
  • Auf der Bremsseite (rechts) wird auf die Achse ein Festkonus aufgeschraubt und mit einer Mutter gekontert. Im Konus läuft die Innenseite des Radlagers.
  • Die Achse wird durch die Radnabe geschoben und auf der linken Seite wird der Stellkonus aufgeschraubt. Der Stellkonus wird soweit aufgeschraubt, bis die Lagerung spielfrei und leichtgängig geht. Die Fixierung des Stellkonus geschieht mit Hilfe einer kleinen Scheibe, die durch eine Nase (innen) in der Nut der Achse gehalten wird. Mit drei weiteren Nasen (aussen) hält der Ring den Stellkonus fest.
  • In der linken Lagerbuchse befindet sich eine Aussparung für den Mitnehmer des Tachoantriebs.

Beide Lager sowie die defekte Buchse für die Tachometerseite finde ich in einem Teilepaket, welches ich vor einiger Zeit erworben habe.

Am 6. Januar baue ich das gereingte und frisch gefettete Lager zusammen. Da es sich um Gebrauchtteile handelt, die auf ein über 70-jähriges Leben zurückblicken, kann die Lagerung nicht völlig spielfrei und trotzdem leichtgängig eingestellt werden. Ich denke aber, dass es noch akeptabel ist.

Es werden zwar alle Teile der Lagerung nachgefertigt, jedoch sind diese Teile nicht kompatibel mit den Originalteilen.