Freilegen von originalen Lacken

Erste Versuche mit Abbeizer

Inspiriert durch einige Doppelport- bzw. ES-Kollegen habe ich mir mal ein Lampengehäuse vorgenommen, welches ich vor Jahren auf einem Teilemarkt mitgenommen habe.
Es handelt sich um die erste Ausführung, bei der die Zierstreifen noch an 4 Punkten - also auch in der Mitte - befsteigt werden.
Das Teil wurde mal schwarz übergelackt und an wenigen Stellen war noch zu erkennen, dass es mal grün war.

Dieses Teil eignete sich damit ideal, um mal einen Abbeizer Versuch zu starten. Das Ergebnis ist viel besser als erwartet aber es hätte noch besser sein können.
Mein Abbeizer war recht flüssig und ich musste mich daher in mehreren Arbeitsgängen um das Gehäuse herumarbeiten.

Prinzipiell greift der Abbeizer den orginalen Nitrolack so gut wie nicht an. Dennoch leidet der O-Lack nach mehrmaliger Behandlung ein wenig. Besser ist es, wenn man das komplette Teil mit einem zähen Abbeizer komplett einpinseln kann.

Man muss dem Mittelchen Zeit geben. Über Nacht hat sich dann immer richtig was getan. Man muss darauf achten, dass die Masse nicht austrocknet. Zum Schluß mit fließend Wasser an einer weichen Bürste abspülen.

Die früheren Lackierer hatten sich mit dem Anschleifen wenig Mühe gemacht, so dass unter schwarzer Farbe und Grundierung teilweise ein nahezu neuwertiger grüner Lack zum Vorschein kam. Ein paar Schadstelle sind natürlich vorhanden. Leider hat das Gehäuse auch eine Delle und beim Versuch, diese Herauszudrücken, ist der Lack abegplatzt. Das hätte im eingebeizten Zustand vielleicht besser geklappt, da der Lack dann ggf. weicher ist.

Das Ergebnis ist dennoch erstaunlich. Ich brauche das Gehäuse im Moment nicht aber es findet sich bestimmt irgendwann eine Gelegenheit.

Alles in Allem sehr abreitsintensiv aber lohnend. Um ein ganzes Motorrad freizulegen würde ich vewrschiedene Abbeizer testen, so dass wirklich ganz Teile am Stück bearbeitet werden können.