Classic Off-Road Festival Wietstock

Ein schöner Samstag beim Moto-Cross


Nach dem verregneten Sommer 2007 gibt es Ende September doch mal ein paar richtig schöne Tage. Ich schaue im Internet, wo man am Wochenende vorbeischauen könnte und stoße auf das 9th International ADAC / MC Steglitz Classic Off-Road Festival in Wietstock.
Die spontane Suche nach Mitfahrern erweist sich als schwierig. Wir sind schließlich zu viert und treffen uns gegen 15:00 Uhr vor Ort. Ich bin mit meiner alten ES 250 und Frau unterwegs, unsere Mitfahrer ebenfalls zu zweit auf Honda CBF 600. Meine Frau und ich sind etwas früher vor Ort.



Der erste Eindruck


Ich war bisher noch nie auf so einer Veranstaltung und bin natürlich gespannt. Wir haben Mühe noch eine freie Stelle für die MZ zu finden. Der Eintritt ist mit 3 Euro pro Person völlig OK. Wir betreten das Gelände und durchqueren zunächst das Fahrerlager. Überall stehen alte Enduro-Maschinen verschiedenster Marken. Dazwischen Zelte, Wohnwagen, Fahrer und Mechaniker - ein richtiger kleiner Rennzirkus. Wir folgen dem deutlich hörbaren Motorenlärm und erreichen über eine Anhöhe die Strecke. Es läuft gerade ein Gespannlauf. Am Rande der Strecke stehen einige Leute, man kann aber problemlos einen guten Platz bekommen und sich das Rennen ansehen.




Die Gespanne


Insgesamt haben wir zwei Gespannläufe gesehen. Die Maschinen haben alle eine spezielle Schwingengabel, die Seitenwagen bestehen nur aus einem Standplatz für den Mitfahrer und einem Metallgriff zum festhalten. Bei Kurvendurchfahrten hängt sich die Person im Beiwagen entweder weit aus dem Boot oder legt sich hinter dem Fahrer über die Sitzbank. Gespanne können auch einige Meter fliegen!





Solo Klassen


Die Klassifizierung erfolgt anhand des Hubraums (bis 250ccm oder offen) und nach dem Baujahr (bis 1960, bis 1965, bis 1975, Rest).
Wir haben uns alle Rennen bis zum Abend angesehen und es ging teilweise schon recht flott zu. Die Strecke konnte man gut überblicken. Es gab viele Hügel, Kurven und noch einen ca. 10 Meter hohen Steilhang, wo die Fahrer im geschätzten 45-Grad-Winkel nach oben mussten.
Wer seine Maschine nicht schont, gibt alles - es riecht nach Benzin und klingt nach PS. Bei den 2-Taktern dominineren die CZ-Maschinen mit 250 ccm oder 380 ccm. Eine 250er Yamaha macht auch ordentlich Betrieb. Bei den 4-Taktern sind es die 500er Yamahas, die vorne sind.




Hobby-Fahrer auf MZ GE 250


Mich hat natürlich die teilnehmende MZ interessiert. Aus dem Programm ging hervor, dass ein Hobby-Fahrer auf einer MZ GE 250 von 1985 mitfährt. Außerdem sollte noch eine MZ ES 250 (G) starten, diese habe ich aber nicht gesehen und erst später im Fahrerlager stehen sehen.

Die GE 250 habe ich aber in Aktion bestaunen können. Der Fahrer hat es nicht drauf angelegt die Maschine zu zerlegen, hat die Strecke aber problemlos absolviert.

Ich habe mich gefreut, mal eine Gelände MZ abseits der Straße zu sehen - wirklich schön.




Essen und Trinken



Essen und Trinken gab es zu moderaten Preisen. Ich habe ein Steak vom Grill für 2 Euro gegessen - gut gewürzt und gut gegrillt - lecker.
Abends gab es noch eine Party mit Lagerfeuer. Wir sind allerdings nach dem letzten Lauf nach Hause, da wir selber noch Grillen wollten.




Fazit


Alles in allem ein echt toller Ausflug. Jede Menge Benzin und Motorenlärm. Tolle Sprünge, wühlende Räder und ein Steilhang, wo man als Zuschauer bis auf 2 Meter an die Srecke rankommt.

Es waren zwar viele Besucher da, man konnte aber problemlos das Geschehen verfolgen und es gab kein Gedrängel. Als nächstes will ich mir mal ein Classic-Strassenrennen ansehen.