Mountain Bike

Der Wiedereinstieg

Anfang Juni 2013 waren wir im Urlaub auf dem Darß und sind dort mit den Kindern mit Leihfahrrädern und einem 2er-Anhänger gefahren. Das war sehr schön und ich wollte daraufhin nach längerer Pause mein Mountain Bike wieder reaktivieren. Es war ein Bissl was daran zu machen und ich habe es in einem Fachgeschäft vorgestellt. Im Ergebnis lohnte sich die Reparatur nicht mehr, da viele Komponenten verschlissen waren.

Ich habe hin und her überlegt und schließlich etwas Geld in die Hand genommen und ein vernünftiges Rad und einen passenden 2er-Anhänger gekauft.

Die Ausrüstung

Mein Rad: Stevens Tremalzo 29" mit Deore XT/SLX Austattung und Rock Shox Reba Federgabel. Zu einem Preis von 1600 Euro erschien mir das ein vernünftiger Kompromiss zwischen Preis und Ausstattung.

Der Anhänger: Burley Cub 2013. Inzwischen auch mit dem Stroler Vorderrad welches wirklich Klasse ist.

Die ersten Monate

Stand Anfang Oktober 2013 bin ich mit dem Rad bei gut 1.000 Kilometern, davon das meiste abseits der Straße auf Waldwegen.

Größtenteils bin ich nach wie vor allein unterwegs. Es ließen sich aber auch schon ein paar schöne Ausflüge mit der Familie und den Kindern im Anhänger realiseren.
Erfahrungsgemäß muss man in dieser Richtung klein anfangen und kontinuierlich dranbleiben, ohne die anderen zu überfordern.

Meine erste App - Komoot für die Fahrrad Navigation

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, die gefahrenen Routen mit ein paar Worten und Fotos zu dokumentieren bin ich auf Komoot gestoßen. Inzwischen plane ich damit meine Touren und navigiere dann über die App auf dem Smartphone. Das geht wesentlich besser als mit einer Papierkarte oder dem alten Garmin GPS.

Die App zeichnet die gefahrene Strecke auf und ordnet unterwegs gemachte Fotos an der entsprechenden Position als Wegpunkte zu. Sobald das Smartphone eine Netzverbindung hat, wird die Tour ins Netz übertragen.

Auf der Komoot Website kann man sich die gefahrenen Strecke und die Fotos dann auf dem Rechner anschauen und auch noch mit Notizen ausfüllen.

Die Smartphone App bietet auch Sprach- und Offlinenavigation, jedoch muss man hierzu entsprechende Kartenpakete kaufen. Ich habe nicht lange überlegt und das gesamte Paket gekauft. Der Preis geht für die Leistung auf jeden Fall in Ordnung.

Hier der Link zu meinen gemachten Touren:

http://www.komoot.de/user/75880733351

Ich muss dazu sagen, dass ich ein absoluter Handy-Depp bin, der nur mit Mühe eine SMS tippen kann. Das schöne an Komoot ist, dass gerade die App sehr einfach und übersichtlich funktioniert.

November 2013

Am 14.11. habe ich das Jahresziel von 2000 Kilometern erreicht. Anfang Oktober war ich bei 1000.

Ich habe versucht, mich mit dem SPD-System (Klickpedale) anzufreunden aber das hat nicht geklappt.

Stand 17.11. bin ich schon bei fast 2100 Kilometer, d.h. die 2500 sollten bis zum Jahresende drin sein, auch wenn ich aus Zeitgründen in den nächsten 4 Wochen weniger fahren muss und der Winter ebenfalls jederzeit kommen kann.

 

Silverster 2013

Mit einer Nachmittagsrunde nach Müllrose schaffe ich die letzten 60 KM und mache noch im Jahr 2013 die 3.000 voll. Das hätte ich beim Kauf des Rades Anfang Juli nicht für möglich gehalten.

Nach dem Feuerwerk auf Gut Zeisigberg (bei Müllrose) kommt das Rad auf den Träger am Auto und ich fahre mit der Familie zurück.

Hier: http://www.komoot.de/tour/2158867

 

Das neue Jahr 2014

Beginnt nach einer 50km Runde zur Besichtigung eines Gebrauchtwagens leider mit einer schönen Erkältung und Zwangspause.

März 2014

Die 4000 km sind so gut wie voll. Mitte März habe ich mich mal so richtig schön auf die Nase gelegt. Zum Glück ist nichts passiert. Mensch und Maschine ohne Schaden.

Ich habe bei gut 20km/h einen liegenden ca. 12cm dicken Stamm genau auf der Sägekante erwischt. Das Teil lag verdeckt im Laub.
Ich bin schon ein paar Mal gestützt aber so schnell und unerwartet wie diesmal war das nie. Der Lenker hat sich komplett rumgedreht und ich bin über das Rad geflogen und auf dem Weg liegen geblieben. Das Rad wird sich hinter mir einigermaßen spektakulär überschlagen haben.

Ich bin kurz liegen geblieben und habe mir dann erstmal das Rad angesehen. Ich dachte, dass es im Eimer ist. Der Knüppel wurde natürlich beseite geräumt.

Der Vorteil des Brandenburger Sandes ist , dass man in der Regel weich landet ;)

 

August 2014

Nach guter Vorbereitung und Planung startet die ganze Familie Anfang August in Richtung Usedom. Mein Frau und ich ziehen jeweils einen Burley Kinderanhänger mit einem Kind und Gepäck. Damit der Spaß nicht auf der Strecke bleibt erhält meine Frau ein Rad mit E-Unterstützung.

Matten, Schlafsäcke, Zelt und was man so zum Campen braucht haben wir dabei und übernachten immer auf ganz kleinen Plätzen für Paddler und Radfahrer. Wir haben Tagesetappen um die 50km und können daher unterwegs überall anhalten.

Nach 8 Tagen haben wir Ückeritz auf Usedom erreicht und der Tacho steht über 300 Kilometer. Für alle Beteiligten eine tolle Sache.

Dezember 2014

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Der Kilometerstand hat Anfang Dezember die 7.000 überschritten. Nach vielen Erkältungen und einigen Mandelentzündungen bis Juli 2014 scheint nun eine gewisse Abhärtung eingetreten zu sein. Ich hoffe, dass es so bleibt.
 

Am Rad war ich zunehmend unzufriedener mit den Elixir 3 Scheibenbremsen. Die Geräuschentwicklung bei feuchter Witterung war seit Kauf des Rades ein Problem.
Dosierbarkeit und Bremsleistung haben nun auch stark nachgelassen. Ein Belagwechsel und Reinigung der Scheibe hinten brachten nur sehr kurzfristig eine Besserung.
Ich habe daher Ende November gute 200 Euro für die komplette Umrüstung auf Deore XT IceTec investiert.

Die Bremsen kommen montagefertig und entlüftet. Die Montage ist machbar. Damit es gut wird, müssen aber noch die Leitungen passend zum Rad gekürzt und danach wieder entlüftet werden. Das habe ich im Fahrradladen meines Vertrauenes machen lassen.

Ich bin in den letzten Tagen ca. 100km mit der XT gefahren und sie ist jeden Cent wert. Auch bei feuchtem Herbstwetter gibt es beim Anbremsen höchstens ein kurzes leises Quietschen. Kein Vergleich zu vorher.
Das theoretische Gerede von Dosierbarkeit und Handling kann man beim Umstieg von der Elixir auf die XT mal ganz praktisch selbst erfahren.
Die Bremsen packen ganz geschmeidig zu und greifen dann voll zu wenn man es drauf anlegt.
Wenn man also etwas mehr Geld für ein Bike anlegt würde ich auf jeden Fall zu einer hochwertigen Bremse raten. Die Deore XT kann ich empfehlen.