Historische Tischlerei

Tischlerei Austellung NO 31

Auf dem heutigen Museumshof war von 1876 bis in die 1980er Jahre ein selbstständiger Tischlereibetrieb ansässig. Vier Generationen fertigten im Familienbetrieb vor allem Fenster, Möbel, Türen und Treppen.

Die Kundschaft befand sich überwiegend vor Ort in Münchehofe. Die Zeit von der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 2. Weltkrieges ist in unserer Gegend durch eine stetige Verbesserung der Lebensverhältnisse geprägt. Damit verbunden waren eine rege Bautätigkeit im Ort und die Nachfrage nach Handwerkerleistungen.

Geschichte der Tischlerei

  • Ca. 1875: Einheirat des Tischlermeisters Friedrich Wilhelm Ziegler
  • 1876: Bauantrag zur Errichtung eines Werkstattgebäudes auf dem Hof
  • Ca. 1900: Einheirat des Tischlermeisters Robert Klee
  • 1923: Elektrifizierung von Münchehofe. Für die Tischlerei ergeben sich damit neue Möglichkeiten durch die Nutzung motorbetriebener Maschinen
  • 1924: Der Sohn Erich Klee legt seine Gesellenprüfung vor der Innung in Wendisch Buchholz ab. Der Gesellenbrief ist bis heute erhalten und ausgestellt.
  • Ca. 1927: Anschaffung der noch heute erhaltenen kombinierten Maschine. Diese wird über einen Riemenantrieb mit Elektromotor betrieben. Funktionen: Abrichte, Fräse, Kreissäge, Langlochbohrmaschine
  • Um 1955: Betriebsübergang von Meister Robert Klee auf Erich Klee
  • Um 1960: Aufgrund von Baufälligkeit der Werkstatt wird der Betrieb in den ehemaligen Stall verlegt.
  • 1963: Tischlermeister Günter Klee übernimmt den Betrieb
  • 1967: Löschung der Handwerksrolle. Erich Klee führt den Betrieb noch bis in die 1980er im Nebenerwerb weiter.
  • 1980: Abbruch der baufälligen ehemaligen Werkstatt
  • 1990: Der Betrieb erlischt endgültig. Ein Teil der Einrichtung wird verkauft: z.B. Dickenhobel und Hobelbank
  • 2009: Verkauf des Grundstücks, Bergung und Sicherung der erhaltenen Werkstatteinrichtung
  • Seit 2017: Aufarbeitung und Ausstellung

 

Ausstellung und historische Tischlerei

 

Seit dem Jahr 2017 werden die erhaltenen Werkzeuge, Einrichtungsgegenstände und die kombinierte Maschine in der Ausstellung gezeigt.
Darüber hinaus belegen zahlreiche ausgestellte Dokumente aus der Zeit seit 1876 die Betriebsgeschichte.

Eine angekaufte Hobelbank füllt die Lücke, die durch die nicht mehr erhaltene ursprüngliche Werkbank enstanden ist.

Im Rahmen der Gebäude Sanierung auf dem Museumshof werden in der Tischlerei wieder Arbeiten durchgeführt. Der Einsatz von Gratsäge und verschiedener Hobel kann an der Hobelbank gezeigt werden.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung: Museumshof NO 31