Hofgarten

Gemüse- und Kräuteranbau

Im Hofgarten auf dem Museumshof NO 31 werden Gemüse und Kräuter angebaut. Mit der Bewirtschaftung des seit der Wende brach liegenden Bodens wurde im Jahr 2018 begonnen.

Zunächst wurden ohne viel Aufwand auf ca. 20 Quadratmeter Kartoffeln gesät. Ausserdem wurden Tomaten geplanzt. Trotz des sehr trockenen Sommers wurde eine gute Kartoffelernte erzielt und im Feldsteinkeller der Scheune eingekellert. Tomaten mögen ohnehin tockenes Wetter.

Ende August und Anfang September wurde auf der abgeernteten Fläche Spinat, verschiedene Kräuter, Salate und Kohlsorten gesät. Im Oktober konnte bereits mit der Ernte begonnen werden.

Aufgrund des milden Wetters stehen Anfang November 2018 noch immer alle Pflanzen gut im Wachstum. Selbst die Tomaten halten sich noch.

Im Oktober wurde eine Flächenvergrößerung für das kommende Jahr vorgenommen. Damit stehen für 2019 ca. 70 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Es sollen dann mehr Kartoffeln angebaut werden.

Ein Teil der Fläche soll ganzjährig frische Salate und Kräuter liefern. Je nach Ertragslage können Besucher des Hofes frische Zutaten und ein Rezept für den "Salat No 31" mitnehmen.

 

Kohl und Co

Kohl ist in unserer Gegend traditioneller Vitaminlieferant gerade für die kalten Tage. Die meisten Sorten vertragen auch Nachfröste und der Grünkohl kann bis in den Winter geerntet werden.

Damit ist Kohl ein ideales Gemüse für den Saisonabschluß im Hofgarten. Einzig die traditionellen Rezepte für die Zubereitung sind nicht jedermanns Geschmack. Aber es gibt zum Glück Alternativen die sogar den Kindern schmecken.

 

Asiatische Art: Kohl kurz gebraten mit Mie-Nudeln

Verschiedene Kohlsorten waschen und in mundgerechte Stücken schneiden. Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch in der Pfanne oder im Wok anbraten. Dann den Kohl dazu geben und kurz anbraten.

Asiatische Mie-Nudeln gibt es inzwischen in fast jedem Supermarkt zu kaufen. Diese werden mit kochendem Wasser aufgegossen und müssen dann einige Minuten ziehen. Die Nudeln abgiessen und mit zum Gemüse geben. Wer möchte kann die Nudeln vorher noch einzeln anbraten.

Um das ganze abzurunden schlägt man 2 bis 3 Eier in eine Tasse, gibt Pfeffer und etwas Sojasauce dazu und verquirlt das ganze mit einer Gabel. Das Eigelb zerstecken so dass sich eine homogene Masse ergibt. Das Ei wird nun wie ein Omelett in eine heisse Pfanne mit Öl gegossen. Die Pfanne schwenken so dass sich das flüssige Ei auf dem gesamten Boden verteilt. Das Omelett soll schön dünn werden. Je nach Geschmack anbraten, wenden und von der anderen Seite anbraten.
Dann das Ei aus der Pfanne nehmen, in mundgerechte Streifen schneiden und zum Gemüse und den Nudeln dazu geben.

Das Gericht mit Pfeffer und Sojasauce abschmecken. Vorsicht: Mit Sojasauce kann man ein Essen schnell versalzen.

Wer möchte kann auch noch weiteres Gemüse wie z.B. in Streifen geschnittene Möhren dazugeben. Auch frische Pilze - sofern man welche findet - passen gut.

Für besondere Anlässe kann man natürlich auch Fleisch verwenden. Dieses wird dann als erstes angebraten und die Zwiebeln usw. hinzu gegeben. Am Besten eigenet sich Geflügel oder Rindfleisch.
Da wir eigene Hühner haben (die bisher nicht geschlachtet wurden) verzichten wir nahzu vollständig auf Geflügel aus konventioneller Haltung. Überhaupt sind solche Wok-Gerichte eine gute Möglichkeit, auf Fleisch zu verzichten.

 

Chinakohl-Rouladen

Die bekannten Weißkohl Kohlrouladen lassen sich auch mit anderen Kohlsorten zubereiten. Wir haben unseren Chinakohl aus dem Hofgarten verwendet. Die Blätter können roh zum Wickeln verwendet werden, da sie biegsamer sind als Weißkohl.

Für die Füllung Hackfleisch würzen und Zwiebel untermischen. Zum Fixieren der Rouladen kann man Zahnstocher verwenden.

Dann in der Pfanne oder im Topf von allen Seiten scharf anbraten. Alternativ kann man auch die Friteuse verwenden.

Da ich von Hausmannkost wenig Ahnung habe, haben wir die Rouladen so - also ohne Kartoffeln und Sauce - gegessen. Sehr lecker!

 

Kartoffeln mit Kräuter Quark und Leinöl a la No 31

Mit Kartoffeln und Kräutern aus dem eigenen Garten erreicht dieses einfache Gericht die Perfektion. Hier meine bewährte Rezeptur:

Gute Kartoffeln in etwa gleicher Größe aussuchen und mit Schale kochen. Auf keinen Fall zu weich kochen!

Für den Quark nehme ich folgende Kräuter: Petersilie, Rauke und Schnittlauch. Ausserdem verschiedene Zwiebeln aus dem Garten (rot, normal und Schalotten).

Zur Zubereitung des Quarks werden Kräuter und Zwiebeln fein geschnitten und in eine Schüssel gegeben. Je nach Geschmack Pfeffer dazu geben und mit etwas Olivenöl aufgiessen und verrüren. Mit diesem Schritt fange ich immer an, damit die Kräuter ein paar Minuten im Öl ziehen können und das Aroma abgeben.

Dann den Quark dazugeben und verrühren. Mit Salz abschmecken.

Das beste Leinöl kommt nach meiner Meinung aus Straupitz. Es wird dort handwerklich mit alter Technik produziert und vor Allem wir die Leinsaat vor dem Pressen angeröstet. Das gibt dem Leinöl seinen charakteristischen Geschmack. Handwerkliche Qualität hat allerdings seinen Preis.

Die Straupitzer Holländermühle mit Getreide- Öl- und Sägemühle kann auch besichtigt werden. Mehr dazu sowie Onlinebestellung des Leinöls:

www.windmuehle-straupitz.de

 

Guten Appetit!