Museumshof No 31

Start am Türbogen

Heute werden die ersten Fugen des Rundbogens über der Türöffnung erneuert. Da das Tageslicht aufgrund der Jahreszeit zunehmend knapper wird, geht es nun langsamer voran. Aber der Fortschritt ist ganz klar erkennbar.

Die auf den Fotos gezeigten Mauerwerkspartien waren vor der Instandsetzung im Grunde abbruchreif. Das letzte Bild zeigt das sehr deutlich.

Giebel abtragen

Der beschädigte Giebel hat sich nochmals verändert. Bevor Personen zu Schaden kommen oder durch den Einsturz unkalkulierbare Schäden am Rest des Gebäudes eintreten, entschließe ich mich kurzerhad, den Rasenmäher beseite zu stellen und mit dem Abtragen der Wand zu beginnen.

In Schritt 1 müssen eine Sparrenbreite Dachsteine aufgenommen werden. Die Biberschwänze bleiben fast alle heil. Wenn man vorsichtig ist, kann man auf der Lattung noch laufen. Aber man muss dicht am Balken bleiben und einige Dachlatten zerbrechen auch. Leiter rauf, Leiter runter – am Folgetag habe ich trotz guter Kondition Muskelkater.

Das Mauerwerk trage ich nun langsam von oben ab. Die guten Steine gehen runter auf den Rasen, der Schutt kommt nach innen auf den Haufen.

Die ganze Aktion geht gut voran. Außer einer Ladung Putz im Auge gibt es keine Vorkommnisse. Das Auge muss ich aber auswaschen. Zum Glücl fällt der lästige Krümel irgendwann raus und das Auge macht keine Zicken.

Am Abend ist der Giebel soweit zurückgebaut, dass erstmal keine Gefahr mehr droht. Der Schutt ist weg geschafft.

 

Start Sanierung der Tischlerei/ Stallscheue

Das massiv errichtete Ziegelgebäude, in dem die Tischlerei seit den 1960er Jahren bis zur Wende 1990 betrieben wurde, befindet sich Stand 2021 in eher schlechtem Zustand:

  • Ein Giebel neigt sich
  • Das Dach ist teilweise undicht
  • Da ein baufälliger Anbau abgerissen wurde, ist an dieser Stelle nun ein großes Loch im Mauerwerk. Regenwasser hat an dieser Stelle den dünnen Kalk zwischen den Steinen ausgespühlt.

In den vergangenen Jahren war nicht klar, wie es mit diesem Gebäude weitergeht. Durch Trennung und Krankheit stand auch hier alles vor der totalen Aufgabe. Inzwischen ist die Situation viel besser als sie jemals war. Im Mai 2021 habe ich begonnen, dass Mauerwerk instandzusetzen. Ich habe erstmal getestet, ob ich das überhaupt kann. Ergebnis: Es dauert alles seine Zeit aber es wird!

Die ersten Versuche im Mai 2021

 

August 2021: Der Pfeiler wird langsam fertig

Der marode Giebel

 

Inzwischen habe ich schon einen groben Plan, wie es weitergeht:

  • Rückwand stabilsisieren (bereits begonnen)
  • Fundamentgründung nachrüsten (so gut wie möglich)
  • In 2022 das Dach (teilweise) abdecken und den maroden Giebel abtragen. Verschlissene Holzkonstruktion an den Giebelseiten erneuern und wo nötig ausbessern.
  • Der Giebel wird komplett als Holzkonstruktion neu errichtet.
  • Straßenseitige Wand ertüchtigen
  • Dacheindeckung erneuern
  • Erhaltenen Giebel neu verfugen und instandsetzen.
  • Elektrik und Wasserinstallation im Fußboden verlegen
  • Fußboden erneuern.

Wie immer gibt es jede Menge Gegenwind und Demotivation. Die einen sagen, dass es nichts werden kann und am Ende sowieso alles abgerissen wird. Die anderen halten mich für dumm, weil die Hälfte des Hofes meiner Ex-Frau gehört. Das wird mich aber nicht aufhalten.

 

Der Hof im Dornröschenschlaf

Um den Hof weiter zu führen fehlen mir Zeit, Muse, Geld und im Moment auch die Vision wie es werden soll. Das Jahr 2019 hat alles verändert. Nach schwerer Krankheit und familiärem Bruch ist der Punkt Null nun hinter mir.

Ich denke und erfahre ständig neu. Ich habe vor nichts Angst und weiß das ich vieles erreichen kann wenn ich es wirklich will.

Gesucht wird vielleicht jemand, der mir beim Wachküssen des Hofes behilflich ist. Ich habe die Befürchtung das ich dazu allein nicht in der Lage sein werde.

Fürs erste bleibt nur, Geduld zu haben und die Dinge beieinander zu halten.

 

Rekonstruktion

Ich erstelle aufgrund Grundlage eines aktuellen Fotos, dem Archivbestand des Museumshofes und anderen Quellen eine Rekonstruktion der ursprünglichen Form des Hauses von 1825.

Bilder:

  1. Rekonstruktion Urform des Doppelhaus von 1825
  2. Standort und Dimension der Urform
  3. Giebelkreuze: Pferdekopf, Schlangenkopf oder Donnerbesen. Vermutlich wurde das bis ca. 1880 rohrgedeckte Wohnhaus mit einem Donnerbesen verziert.

 

Fußboden für die Scheune

Im April 2017 wurde mit dem Einbau eines Beton Fußbodens begonnen. Dies war erforderlich, da die halbe Scheune im Grunde gar keinen festen Fußboden mehr hatte und der dünne Beton in der anderen Hälfte immer brüchiger wurde.

Die Aktion wurde in 2 Etappen erledigt. Es wurde jeweils eine Lieferung Fertigbeton bestellt. Dieser wurde vorn am Hof abgeladen und dann per Schubkarre zur Baustelle gefahren.

Ich habe ein kleines Filmchen zusammen geschnitten:

 

Bestandsaufnahme ES 300

Heute muss ich mich widerwillig erstmal um das kümmern was ich lange aufgeschoben habe – meine Steuererklärungen für das Jahr 2014. Die Frist ist am Freitag abgelaufen und am Wochenende ist mir was dazwischen gekommen 😉

Als Freiberufler muss ich Umsatzsteuer, Einkommenssteuer und Einnahmen-Überschussrechung abliefern. Ich hatte damit schon angefangen aber es war eben noch nicht fertig.

Gegen 15:00 Uhr sind die Steuersachen abgeschickt und die Belege übergabefertig in einem Briefumschlag.

Nun kann ich mir den Fotoapparat greifen und ein paar Aufnahmen machen.

Der Historie der 300er ist etwas merkwürdig:

  • Werkausgang laut Brief ist der 20.9.1963
  • Baujahr laut Brief ebenfalls 1963
  • Baujahr laut Typenschild 1964. Das zum Jahresende bereits das nächste Baujahr auf das Typenschild kam wusste ich. Dass dies schon im September geschah wusste ich aber nicht.
  • Erstzulassung laut Brief und Durchprüfungsheft erst am 30.4.1965 – also 1,5 Jahre nach Werksausgang.

Letztendes ist das aber so durch die Historie dokumentiert und die Maschine ist100% authentisch.

Die ES 300 habe ich erstmal an den Verschraubungen und versteckten Stellen eingesprüht.

Sie soll wieder fahren. Eine technische Instandsetzung ist für 2016 geplant. Ansonsten muss man hier sehr behutsam vorgehen da bis auf wenige Sachen alles unberührt ist.

Ausnahmen sind:

  • Blinker wurden auf die neuere Version umgebaut
  • Rücklichtkappe ist neuer, wobei ich mir nicht sicher bin ob die Chromkappe ggf. noch vor der EZ 1965 getauscht wurde.
  • Am Batteriefachdeckel fehlt die Sicherung für die Deckelschraube – irgendwie fehlt immer eine dieser Sicherungen.
  • Regler hat Flachsteckanschlüsse was eigentlich nicht zum Baujahr passt. Ich bin gespannt welche Jahreszahl auf dem Regler steht. Ich werde den Regler aber so oder so am Platz lassen.
  • Bowdenzüge sind nicht farbgleich. Mglw. wurden welche gewechselt.

Alles andere sollte original sein. Glatte ESKA Schrauben, Metallkabelbinder, Bremslicht Steckkontakt am Hinterrrad, Tacho, Benzinhahn … Bisher konnte ich keine weitere Unstimmigkeiten entdecken.