Heimatgeschichte

Preußischer Vierring aus Buchholz (200)

Bei dieser Briefmarke handelt es sich um eine 1 Silbergroschen Ausgabe aus dem Jahre 1850. Sie stammt aus der ersten preußischen Freimarken Serie und zeigt das Portrait Friedrich Wilhelm IV.

Das besondere an dieser Marke ist der preußische Vierring Stempel mit der Nummer 200. Diese Nummer steht für die Poststation im 7 km entfernten Buchholz (heute Märkisch Buchholz).

Preußischer Vierring Buchholz (200)

Die Vierring Stempel wurden in Preußen zwischen 1850 und 1859 verwendet. Die Nummerierung der Poststationen erfolgte alphabetisch von Aachen (1) bis Zützer (1725). Die Nummern von 1726 bis 1987 erhielten neue Stationen, die nach 1850 eröffnet wurden.

Da Buchholz im Alphabet relativ weit vorn liegt hat es die niedrige Nummer 200 erhalten. Das 18 Kilometer entfernte Teupitz hatte die 1430. Eine preußische Marke oder ein Ganzsstück mit Nummernstempel aus Buchholz (200), Teupitz (1430) oder Storkow (1448) nehmen wir für die Ausstellung gern an: Kontaktformular

Tipp: Wer sich für regionale Postgeschichte interessiert kommt am Buch Postgeschichte(n) aus dem Landkreis Dahme Spreewald von Wolfgang Pinkow nicht vorbei.

Please follow and like us:
error

Ansichtskarte Pfarrhaus Münchehofe 1911

Diese Postkarte zeigt das noch heute vorhandene Pfarrhaus in Münchehofe. Der Vorgarten machte damals einen sehr gepflegten Eindruck. Heute ist das Haus teilweise kaum von der Straße zu sehen, da die Sicht durch Bäume und Sträucher versperrt wird.

Absender der Karte war Frau Klara Luther. Vermutlich handelte es sich dabei um die Ehefrau des Administrators Luther, der zu dieser Zeit die Domäne Münchehofe (Gutswirtschaft) verwaltete.

Die am Hauseingang erkennbaren Personen könnten Mitglieder der Familie Röhl sein. Fritz Röhl war von 1908 bis ca. 1960 Pfarrer in Münchehofe und hatte bedeutenden Einfluß auf die Entwicklung des Ortes. Aus seinem Nachlass befinden sich einige interessante Stücke in der Sammlung des Museumshofes.

Vorderseite
Pfarrhaus Herbst 2018, Bewuchs frisch gekürzt
Rückseite: Frankiert und Poststempel von 1911

Please follow and like us:
error

Die Vergangenheit in Farbe

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis beschäftigen sich einige Leute mit ihrer Familiengeschichte. Am vergangenen Samstag machte mich ein Freund auf ein interessantes Projekt der Universität Singapur aufmerksam. Dort wurde eine Deep-Learning Algorithmus zur Kolorierung alter Schwarz-Weiß Fotografien entwickelt und online gestellt.

Link: https://colourise.sg

Nachfolgend eine Aufnahme aus dem Archiv des Museumshofes. Das Foto hat Erich Klee aus dem 2. Weltkrieg mitgebracht. Es zeigt ein englisches oder französisches Flugzeug, welches von deutschen Soldaten untersucht wird. Die Aufnahme muss 1940 gemacht worden sein.

1940 – Flugzeug und deutsche Soldaten

Nachfolgend das vollautomatisch kolorierte Bild. Das grün ist sehr kräftig und bei einem Soldaten hat die Uniform einen leichten Rotstich erhalten. Aber insgesamt ein sehr beeindruckendes Ergebnis.

Vollautomatisch nachkolorierte Aufnahme

Eines der schönsten erhaltenen Fotos zeigt 3 Generationen der Familie Klee vor dem 1825 errichteten und noch heute auf dem Museumshof stehenden Wohnhaus.

Originale Schwarz Weiß Aufnahme um 1941

Die vollautomatische Kolorierung brachte bei diesem Bild noch kein zufriedenstellendes Ergebnis:

Automatische Kolorierung – Farbfehler und Hintergrund unbearbeitet

Ich habe dieses Bild manuell mit der freien Software Gimp nachbearbeitet. Fensterläden und Weinblätter wurden grün, das Spalier links im Bild braun. Putz und Fenster erhielten einen leichten beigen Farbstich. Die Haare der Personen wurden ebenfalls etwas nachgefärbt. Die Farbfehler auf der Kleidung retuschiert.

Manuell nachkoloriertes Ergebnis. Auf dem Museumshof um 1941

Im Ergebnis vermittelt das Bild einen authentischen Eindruck wie es auf dem Museumshof um 1941 in Farbe ausgesehen hat.

Please follow and like us:
error

Familienbibel von 1936

Diese Bibel erhielten die ehemals auf dem Museumshof lebenden Eheleute Klee zu ihrer Hochzeit im Jahre 1936. Auf den ersten Seiten wurde die Eheschließung vermerkt. Die Eintragung erfolgte durch die evangelische Kirchengemeinde Neu Schadow. Herausgegeben wurde das Buch durch die preußische Haupt Bibelgesellschaft in Berlin.

 

Please follow and like us:
error

Türschild Fritz Kaiser

Heute tausche ich 2 großformatige Abzüge von Postkarten aus dem Archiv gegen das Türschild des ehemaligen Gasthauses Kaiser. Das Schild ist aus Metall und ungefähr 20cm lang. Es befand sich seit den 1930er Jahren bis zum Ausbau der 2-flügeligen Eingangstür oben am Rahmen.

Mir ist das Schild bereits vor mehreren Jahren aufgefallen als die Fleischerei Schiela noch das Haus nutzte. Es ist wie die Tür mit einigen Farbschichten überstrichen und war deshalb nur sehr schwer zu entdecken.

Der neue Besitzer des Hauses hatte mir diesen Tausch vor einiger Zeit angeboten. Die Türflügel sind auch noch vorhanden und werden noch für die Ausstellung abgeholt.

Schild Fritz Kaiser 1930er Jahre

Please follow and like us:
error

Rekonstruktion

Ich erstelle aufgrund Grundlage eines aktuellen Fotos, dem Archivbestand des Museumshofes und anderen Quellen eine Rekonstruktion der ursprünglichen Form des Hauses von 1825.

Bilder:

  1. Rekonstruktion Urform des Doppelhaus von 1825
  2. Standort und Dimension der Urform
  3. Giebelkreuze: Pferdekopf, Schlangenkopf oder Donnerbesen. Vermutlich wurde das bis ca. 1880 rohrgedeckte Wohnhaus mit einem Donnerbesen verziert.

 

Please follow and like us:
error

Rekonstruktion Papiertüte

Auf dem Dachboden des Wohnhauses auf dem Museumshof habe ich im Jahr 2017 die Reste zweier Papiertüten gefunden. Diese haben ungefähr das Format A5 und stammen aus dem ehemaligen Kolonialwaren Geschäft Fritz Kaiser aus Münchehofe um 1935.

Um die Tüten für die Ausstellung greifbarer zu machen, habe ich aus den beiden Resten am PC eine vollständige Kopie rekonstruiert. Die Kopie wurde beidseitig ausgedruckt, laminiert und kann nun in der Ausstellung angefasst und genau betrachtet werden. Die originalen Fragmente werden damit vor Beschädigung geschützt.

Die folgenden Bilder zeigen links jeweils die beiden originalen Tüten und rechts die fertige Kopie:

Die digitale Rekonstruktion habe ich in einem Video festgehalten:

 

Please follow and like us:
error

Aufnahmen zum Doppelport Treffen

Am Doppelport Treffen 2013 nahm auch ein Fotograf teil, der sich auf der Suche nach einer geeigneten Kulisse für das ehemalige Gasthaus Kaiser entschied. Wir haben die Motorräder an diesem Tag vor dem Gebäude aufgestellt und ein Gruppenbild aufgenommen. Das zweite Foto zeigt mein ES Doppelport Gespann vor der damals noch vorhandenen Eingangstür, die sich inzwischen inklusive dem Türschild in der Ausstellung auf dem Museumshof befindet. Die Leiter wurde für die Aufnahmen benötigt.

Bilder: Copyright Sven Heering (HerrRing)

 

 

Please follow and like us:
error